Fachkräftemangel im Mittelstand: mit Weiterbildung gegensteuern

Der Fachkräftemangel trifft den Mittelstand hart. Warum Qualifizieren oft besser ist als Suchen – mit aktuellen Zahlen und dem Förderhebel QCG.

23. Juni 2026

Fachkräftemangel im Mittelstand: aktuelle Zahlen und der Weiterbildungshebel

Das Wichtigste in Kürze: Der Fachkräftemangel entspannt sich rechnerisch, bleibt für den Mittelstand aber gravierend. 36 % der Unternehmen können Stellen mangels Bewerbern nicht besetzen, im Mittelstand 44–47 % (DIHK 2025/2026). Am häufigsten fehlen dual ausgebildete Fachkräfte. Da Mittelständler selten Ressourcen für internationales Recruiting haben, ist die gezielte Weiterbildung vorhandener Beschäftigter der pragmatischste Hebel — und über das QCG förderbar.


Offene Stellen, keine passenden Bewerber: Der Fachkräftemangel ist im Mittelstand Alltag. Doch es gibt einen Hebel, der oft übersehen wird. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie dem Fachkräftemangel mit Weiterbildung gegensteuern.

Der Engpass hat sich in den Mittelstand verlagert

Laut DIHK-Fachkräftereport 2025/2026 berichten 36 % der rund 22.000 befragten Unternehmen, dass sie Stellen mangels passender Bewerber nicht besetzen können — sieben Punkte weniger als im Vorjahr. Die Engpässe haben sich jedoch in den Mittelstand verlagert: Knapp die Hälfte der Betriebe mit 20–199 Beschäftigten (44 %) und 47 % der Unternehmen mit 200–999 Beschäftigten sind betroffen. Am häufigsten fehlen Fachkräfte mit dualer Berufsausbildung (57 % der Fälle).

Das IAB zählte im ersten Quartal 2025 rund 1,18 Millionen offene Stellen. Trotz konjunktureller Eintrübung — das ifo-Beschäftigungsbarometer fiel im April 2026 auf 91,3 Punkte — bleibt der qualitative Engpass bestehen.

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Warum Qualifizieren oft besser ist als Suchen

Mittelständler haben selten die Ressourcen für internationales Recruiting oder lange Besetzungsprozesse. Der pragmatischste Hebel ist daher die gezielte Weiterbildung vorhandener Beschäftigter: Bestehende Mitarbeiter werden für Engpassprofile — etwa Digital- und KI-Aufgaben — nachqualifiziert, statt knappe Fachkräfte am Markt zu umwerben. Das ist schneller, günstiger und bindet zugleich (siehe Mitarbeiterbindung durch Weiterbildung).

Förderinstrumente wie das QCG senken dabei die Investitionshürde erheblich. Warum Aufbauen günstiger ist als Einkaufen, zeigt der Beitrag KI-Kompetenz aufbauen statt einkaufen.

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Häufige Fragen (FAQ)

Wie viele Unternehmen können Stellen nicht besetzen? 36 % laut DIHK-Fachkräftereport 2025/2026; im Mittelstand 44–47 %.

Welche Fachkräfte fehlen am häufigsten? Fachkräfte mit dualer Berufsausbildung (57 % der Fälle).

Wie viele offene Stellen gibt es? Rund 1,18 Millionen im ersten Quartal 2025 (IAB).

Warum ist Weiterbildung der bessere Hebel? Weil Mittelständler selten Ressourcen fürs Recruiting haben — Nachqualifizierung ist schneller, günstiger und bindet.

Ist die Weiterbildung förderbar? Ja, über das QCG — die Investitionshürde sinkt je nach Betriebsgröße erheblich.

Fazit

Der Fachkräftemangel trifft den Mittelstand hart, gerade bei dual ausgebildeten und digital-affinen Profilen. Statt knappe Kräfte am Markt zu umwerben, ist die geförderte Weiterbildung der eigenen Belegschaft der pragmatischste Weg — schneller, günstiger und bindungsstark.

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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

Quellen:

  1. DIHK — Fachkräftereport 2025/2026: https://www.dihk.de/de/newsroom/fachkraeftereport-2025-2026-engpaesse-bleiben-eine-herausforderung-159846 (Zugriff 23.06.2026)
  2. IAB — Arbeitskräftebedarf Q1/2025 (offene Stellen): https://iab-forum.de/iab-monitor-arbeitskraeftebedarf-1-2025/ (Zugriff 23.06.2026)
  3. ifo-Beschäftigungsbarometer (Monatswerte): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1113672/umfrage/ifo-beschaeftigungsbarometer-monatswerte/ (Zugriff 23.06.2026)

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